Walters Weekly 8: Schleichender Beratungsdiebstahl

Ich liebe die Möglichkeiten, die uns heute (nicht nur) übers Internet zur Verfügung stehen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. In dieser Sendung geht es mir darum, kurz aufzuzeigen, wie wir langfristig gute Dienstleistungen dadurch zerstören, indem wir  uns zu „Beratungsdiebstahl“ hinreissen lassen.

Welche Erfahrungen habt Ihr denn damit gemacht?

Credits:
photo credit: Caught in the Act via photopin (license)

Veröffentlicht von

Hans-Jürgen Walter

Hans-Jürgen Walter

  geboren in dem Jahr als Hawaii selbstständig wurde, der Austin Mini und die Currywurst auf den Markt kam aufgewachsen in dem Geist mittelständischen Unternehmertums (Danke, Vater!) “dank” Lehrerschwemme mit einem Ingenieurstudium begonnen (anstatt Sportlehrer) aus Begeisterung Studium abgebrochen und 1985 selbstständig gemacht. jobbte in meiner “Sturm und “Drangzeit” als Sportartikelverkäufer und Wildwasser-Instruktor gründete 1985 mit einem Partner mein erstes Unternehmen “Walter und Partner” (Entwicklung und Vertrieb von Planungssoftware ) lernte Josef Schmidt kennen und begann als freiberuflicher Trainer für das SchmidtColleg in Bayreuth arbeite seit 1990 als Coach, Trainer und Moderator für mittelständisch-denkende Führungskräfte und Unternehmer schrieb 1997 eines der ersten deutschen Bücher über MindMapping    

2 Gedanken zu „Walters Weekly 8: Schleichender Beratungsdiebstahl“

  1. Ein Trainer sagte mir mal, dass immer wenn ich etwas kostenlos bekomme, dann bin ich nicht mehr Kunde, sondern werde ich zum Produkt.
    Also kann ich mich ja auch jederzeit DAZU entscheiden, statt als Kunde behandelt zu werden, Beratungen oder Dienstleistungen irgendwie kostenlos zu erschleichen oder zu erlangen, um mich damit zum Produkt zu verwandeln und nicht mehr be-handelt, sondern vielmehr ver-handelt zu werden.
    Dann muss ich mich aber auch nicht wundern/beschweren, wenn ich hinterher nicht die Königskrone des Kunden, sondern die Luftpolsterkissen des Produktes verliehen bekomme.
    Ursache und Wirkung liegen manchmal sehr versteckt weit auseinander.
    Toller Gedankenanstoß, sich vielleicht doch lieber den Kundenstatus zu erkaufen.
    Glückauf
    Manno

    1. Lieber Manfred,

      ich danke Dir für deinen tief-sinnigen Kommentar.
      Zunächst einmal ist das „Immer dann wenn kostenlos – dann nicht Kunde, sondern Produkt“ eine Verallgemeinerung. Ein Generalisierung der von dem – von Dir erwähnten Trainer;-) – meines Erachtens nach deshalb so schwarz-weiss gesagt wurde, da er damit provozieren und zum Nachdenken anregen wollte. Wenn ich von meinem Sohn ein (kostenloses) Geschenk zum Vatertag bekomme, bin ich ja noch lange nicht „ein Produkt“.
      Ich denke, der o.g. Denk-Satz bezieht sich auf einem bestimmten Rahmen, nämlich z.B. viele Angebote im Internet, die zwar kostenlos daher kommen, aber Dich zum Produkt machen wollen (vg. Facebook, Instagram u.ä.)

      Mein Audio-Post bezog sich eher auf das opportunistische Verhalten (ja auch von mir persönlich), ein Informationsgefälle (ich weiss es – Du nicht) zum eigenen Vorteil dadurch auszunutzen, dass wir alles (=provokative Übertreibung) immer billiger haben möchten.
      Mit dieser „Geiz ist geil“ Haltung geben wir allen Marktteilnehmern, die für eine anständige Leistung auch anständiges Geld brauchen, langfristig den Todesstoß.

      … Fühlst Du Dich eigentlich HIER bei DAL unplugged als Produkt, nur weil wir diese kurzen Podcasts aus Spaß an der Freude produzieren und kostenlos zu Verfügung stellen? 😉

      Dein Hans-Jürgen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .